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Samstag, 25. Juli 2020, 11:26

Türkei....Hagia Sophia als Moschee wiedereröffnet

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Hagia Sophia als Moschee wiedereröffnet
Erdogans Entscheidung ist eine Abrechnung mit Staatsgründer Atatürk
Am Freitag wurde die Hagia Sophia als Moschee wiedereröffnet. Präsident Erdogan wendet die Türkei damit weiter von der europäischen Kultur ab. Ein Kommentar.

Die Wiedereröffnung der Istanbuler Hagia Sophia als Moschee am Freitag markiert eine Zäsur in der neueren Geschichte der Türkei.

Präsident Recep Tayyip Erdogan ließ das erste Freitagsgebet seit mehr als 80 Jahren als Staatsakt zelebrieren, der den Charakter der von ihm propagierten „neuen Türkei“ zeigte: islamisch-nationalistisch. Erdogans Entscheidung ist zudem eine Abrechnung mit Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk.

Dieser hatte die Türkei als säkularen Staat geschaffen, der sich zur europäischen Kultur hinwenden sollte. Erdogan und seine Anhänger empfanden diese Ausrichtung schon immer als Zeichen einer Fremdbestimmung, als Unterdrückung des wahren Volkswillens.


Erdogan hat diesen Fehler korrigiert, geht aber zu weit. Er ist dabei, die Türkei als eine Republik der Muslime neu zu definieren. Das führt dazu, dass sich Millionen nicht religiöse Menschen und Mitglieder von Minderheiten ausgegrenzt fühlen.
weiterlesen QuelleTagesspiegel
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Samstag, 25. Juli 2020, 11:33

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Hagia Sophia: Mit einem Schwert in der Hand
Tausende wollen zum ersten Freitagsgebet in die Hagia Sophia, kaum jemand schafft es hinein. Präsident Erdoğan hält ein VIP-Gebet ab; der Imam stößt eine Drohung aus.

Die ersten haben sich auf den Weg gemacht, bevor an jenem historischen Tag die Sonne aufgegangen ist. Zum Morgengebet um 5:45 Uhr, so werden es später die Fernsehbilder zeigen, strömen bereits Hunderte von Gläubigen mit Gebetsteppichen in die Altstadt von Istanbul, in der Hoffnung, zu den Ersten zu gehören, die die Wiedereröffnung der Hagia Sophia als Moschee miterleben.

Weit kommen sie nicht. Der anderthalb Jahrtausende alte Bau, einst ein christliches, dann ein muslimisches Gotteshaus und zuletzt ein Museum, ist an jenem Morgen abgeriegelt. Tausende von Polizisten sind im Einsatz. Als sich abzeichnet, dass zum Morgengebet niemand ins Innere der Hagia Sophia gelangen wird, weicht ein Teil der Gläubigen in andere Moscheen der Altstadt aus, andere beginnen unmittelbar vor den Absperrungen zu beten.

Bis weit in die zweite Tageshälfte hinein wird der Strom der Menschen nicht mehr abreißen. Obwohl die Stadtverwaltung alle Zufahrtsstraßen für den Verkehr gesperrt und die umliegenden U-Bahn-Stationen geschlossen hat, schieben sich zu Fuß immer dichtere Massen in Richtung Hagia Sophia. An den Bürgersteigen haben sich fliegende Händler aufgebaut, die Accessoires für den großen Tag verkaufen: türkische Flaggen, Stirnbänder mit Hagia-Sophia-Motiven, Gebetsteppiche, Erdoğan-Porträts mit dem Schriftzug "başkomutan", Oberkommandierender. Auf vielen T-Shirts, Flaggen und anderen Souvenirs prangt die Zahl 1453: das Jahr, in dem die Osmanen Istanbul eroberten und die christliche Hagia Sophia zur Moschee umwidmeten.
weiterlesen QuelleZeit-Online
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Samstag, 25. Juli 2020, 12:20

Warum eigentlich diese Aufregung, darf eine ehemalige Moschee nicht wieder Moschee werden ?
Ja, die Hagia Sophia ist ist ein Weltkulturerbe. Aber Weltkulturerbe heißt nicht Welteigentum. Und wäre sie zwischendurch nie Museum gewesen, dann wäre sie möglicherweise als Moschee ebenfalls Weltkulturerbe.

Anderseits wäre ich doch einmal gespannt darauf, was die Gläubigen dazu zu sagen hätten wenn die Türkei ein Kulturerbe welches für den Islam errichtet worden ist in eine Kirche umwandeln würde, und dann gleich die erste Predigt eines Priesters mit dem Schwert in der Hand von der Kanzel herab auch noch eine Drohung gegen andersgläubige ausspricht !?
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Samstag, 20. März 2021, 12:09

eine Hiobsbotschaft aus der Türkei !!!

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Recep Tayyip Erdoğan: Türkei tritt aus Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen aus
Der türkische Präsident will sich nicht länger an die im Europarat ausgearbeitete Vereinbarung halten. Aktivistinnen rufen zum Protest auf.

Die Türkei ist aus der sogenannten Istanbul-Konvention ausgetreten, die Gewalt an Frauen verhindern und bekämpfen soll. Eine entsprechende Entscheidung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan wurde im Amtsblatt veröffentlicht.

Die internationale Vereinbarung war 2011 vom Europarat ausgearbeitet worden und sollte einen europaweiten Rechtsrahmen schaffen. Erdoğan selbst hatte die Konvention in Istanbul – dem Ort der finalen Einigung – unterschrieben, damals noch als Ministerpräsident. Später hat die Türkei sie zwar auch entsprechend ratifiziert, laut der Organisation Wir werden Frauenmorde stoppen aber nie umgesetzt.

Aktivistinnen beklagen mindestens 300 Morde an Frauen in einem Jahr
In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Diskussionen um einen möglichen Austritt aus der Konvention gegeben. Teile von Erdoğans Partei AKP beklagten, die Konvention untergrabe traditionelle Familienwerte.
Nach dem Austritt riefen die Aktivistinnen von Wir werden Frauenmorde stoppen via Twitter zu Protesten gegen die Entscheidung auf.
weiterrlesen bei QuelleZeit-Online
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eumel« (20. März 2021, 12:16)


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Samstag, 20. März 2021, 12:47

Was ist los auf dieser Welt?
Es gibt Menschen, die halten die Toleranz um Gebräuche fremder Kulturen für unantastbar.
Diesen Menschen muss spätestens hier ein ganzer Kronleuchter aufgehen, dass der Trend, ausgerechnet Schutzrechte für Frauen aufzuweichen, alles andere als tolerabel ist.
Schon Russland hat vor wenigen Monaten erst analog das Delikt der Körperverletzung wegen Züchtigung an Kindern / Ehefrau weitgehend zurückgenommen.
Ungarn geht gegen Frauenrechte vor.
Polen verbietet die Abtreibung, selbst wenn die Frau in Gefahr ist.
Ein nicht unerheblicher Teil der Landbevölkerung in der Türkei lebt immer noch tiefstes Mittelalter vor. Frauen sind immer noch Verhandlungsmasse - auch in Deutschland gibt es dafür genügend Beispiele. Da sie körperlich meist der schwächere Part sind und oft noch das Handikap der Schwangerschaft zu tragen haben, wird sich das erst ändern, wenn die geistigen Kapazitäten von Frauen ebenso anerkannt werden wie die von Männern. Aber sind wir schon so weit dieses zu akzeptieren?
Bleibt uns noch die Hoffnung, dass die hier lebenden Vertreter dieser Nationen nicht dazu tendieren, ihre veralterten Werte auch hier bei uns weiterhin auszuleben.
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