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51

Donnerstag, 3. Dezember 2020, 15:35

Naja, Laschet ist eigentlich nicht mehr vermittelbar, ist aber die Wunschlösung des Kanzleramtes.
Merz ist von der Basis und mittleren Ebene der Partei gewollt, und Röttgen liegt irgendwo dazwischen.

Von den drei Kandidaten ist Röttgen bei weitem mein Favorit, Merz steht für eine wirtschaftspolitische Rückkehr in die 90er Jahre mit gesellschaftlichen Positionen die schon damals veraltet waren und Laschet hat kein eindeutiges Programm.

Röttgen versucht als einziger die CDU in die Gegenwart zu befördern um dann in die Zukunft zu gehen in einer Weise, wie ich es von einer konservativen Partei, die die CDU sein möchte, ja sogar erwarte.
Man kann sich zwar an vergangenes Klammern, aber die Welt hält nicht inne um auf jene zu warten, die den Wandel nicht akzeptieren wollen.

Mit Merz und Laschet sehe ich zwar trotz meiner persönlichen Ablehnung aber auch die mögliche 5. Legislaturperiode in Folge unter einer Unionsgeführten Regierung zu leben,
Röttgen dagegen gefällt mir immer besser. Es scheint er ist die beste Wahl für den CDU Vorsitz. Er äußert sich geschickt und kompetent in Medien und Interviews und fasst kluge Personalentscheidungen.
Also meine Sympathie hat er. :thumbsup:
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52

Montag, 14. Dezember 2020, 13:55

Zitat

CDU-Parteitag: CDU wählt neuen Vorsitzenden im Januar digital
Am 15. und 16. Januar will die CDU erstmals einen digitalen Bundesparteitag abhalten. Dort wird auch über den Nachfolger für den Parteivorsitz entschieden.

Die CDU will ihren neuen Vorsitzenden Mitte Januar auf einem fast vollständig digitalen Parteitag wählen. Der CDU-Vorstand beschloss in einer Schaltkonferenz, dass der CDU-Chef am 16. Januar digital und mit abschließender Briefwahl gewählt werden soll. Es ist der erste digitale Bundesparteitag in der Geschichte der CDU.

Zuvor hatte es wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen eine Diskussion im Parteipräsidium über eine neuerliche Verschiebung gegeben. Der Parteitag hatte bereits zwei Mal verschoben werden müssen, die ursprünglichen Termine im Mai und im Dezember ließen sich wegen der Corona-Pandemie nicht halten. Auch derzeit kann es einen von vielen favorisierten Parteitag mit 1.001 Delegierten in einer Halle und Bewerbungsreden vor großem Publikum wegen der Infektionslage nicht geben.
In der entscheidenden Abstimmung im Vorstand gab es dann eine große Mehrheit für den digitalen Parteitag. Dagegen stimmten nach Informationen von mehreren Teilnehmern der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther sowie NRW-Innenminister Herbert Reul, berichtet die Deutsche Presseagentur. Mit Enthaltung stimmten demnach Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Monica Wüllner aus Baden-Württemberg. Günther hatte seine Entscheidung bereits in der vorhergehenden Sitzung des Parteipräsidiums angekündigt.

Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden
weiterlesen QuelleZeit-Online
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Montag, 14. Dezember 2020, 16:28

Meine Sympathie liegt inzwischen bei Röttgen und Merz.
Armin Laschet macht schon jetzt einen verbrannten Eindruck, und man hat das Gefühl vom weiterso mit der Merkelpolitik. Röttgen ist zwar ein exsellenter Außenpolitischer Kenner, ein Friedrich Merz dagegen ist wohl allgemein eine gute Alternative für unsere Volkswirtschaft die unser Land ja bekanntlich den Aufschwung verdankt.

Wenn es Friedrich Merz am Ende sein sollte, würde zumindest ein Umdenken in der CDU stattfinden, was bei den beiden anderen Kandidaten wohl eher nicht der Fall sein dürfte.

Norbert Röttgen wäre im Fall einer CDU/Merz Regierung da sicherlich als Bundesaußenminister eine gute Wahl. Natürlich kann bis zur endgültigen Entscheidung ja auch noch weiter spekuliert werden.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eumel« (31. Dezember 2020, 14:12)


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Donnerstag, 31. Dezember 2020, 11:38

Zitat

DEUTSCHLAND: DAS RENNEN UMS KANZLERAMT.
Der Söder-Faktor zwingt die CDU-Kandidaten zum Strategiewechsel
Knapp drei Wochen vor dem CDU-Parteitag ändert mit Friedrich Merz auch der letzte der drei Vorsitz-Kandidaten seine Strategie: Nun besteht keiner von ihnen mehr darauf, Kanzlerkandidat zu werden. Und das hat mit Markus Söder zu tun.

Kaum drei Wochen vor dem CDU-Parteitag, der am 16. Januar digital stattfinden soll und in der Wahl eines neuen Vorsitzenden gipfelt, vollziehen sich wundersame Dinge.

Armin Laschet etwa, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und einer von drei Anwärtern auf den Posten des Parteichefs, scheint Gefallen daran gefunden zu haben, sich in Demut zu üben. Schon vor Weihnachten entschuldigte er sich bei den Bürgern, die im März und April ihre sterbenden Angehörigen nicht mehr sehen konnten, weil die Pflege- und Altenheime wegen Corona abgeriegelt worden waren.

Die Schüler und Eltern bat er um Verzeihung für die Schulschließungen. Beides nannte er „falsch“. Am Dienstag nun hat Laschet die Sorry-Reihe fortgesetzt und im „Kölner Stadtanzeiger“ von einer „Pflicht“ gesprochen, die Opfer der Kölner Silvesternacht vor fünf Jahren dafür um Verzeihung zu bitten, dass der Staat sie nicht beschützen konnte. Laschet war damals noch gar nicht Ministerpräsident.

Zu seinem demütigen Ton passt es, dass er bei der Frage, ob er als möglicher CDU-Chef Anspruch auf die Kanzlerkandidatur der Union erheben werde, stark relativierte. Er könne sich auch CSU-Chef Markus Söder vorstellen, ließ er unlängst wissen.

„Wenn ein CDU-Vorsitzender ausschließen würde, dass es ein CSU-Vorsitzender wird, gehört das nicht zur Fairness, die wir brauchen“, sagte er auf einer Veranstaltung, bei der er eine Biografie des bayerischen Ministerpräsidenten vorstellte.
hier weiterlesen QuelleWelt-Online
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Donnerstag, 31. Dezember 2020, 14:33

Zitat

DEUTSCHLAND: DAS RENNEN UMS KANZLERAMT.
Der Söder-Faktor zwingt die CDU-Kandidaten zum Strategiewechsel
Knapp drei Wochen vor dem CDU-Parteitag ändert mit Friedrich Merz auch der letzte der drei Vorsitz-Kandidaten seine Strategie: Nun besteht keiner von ihnen mehr darauf, Kanzlerkandidat zu werden. Und das hat mit Markus Söder zu tun.


Der Söder Faktor sollte nicht unterschätzt werden !
Es läuft aktuell wirklich vieles auf Söder raus. Das Problem bei ihm ist, man weiß nicht was man bekommt. Den vergrünten Söder möchte ich ganz sicher nicht, andererseits hat er auch immer wieder richtige Dinge zur Wirtschaftspolitik durchblicken lassen. Eigentlich sind diese Vorstellungen mit den Grünen nicht umzusetzen. Dennoch könnte es machttaktisch nicht schlecht sein für die CDU Söder die Kanzlerkandidatur zu überlassen (natürlich gegen eine gewisse Gegenleistung): Söder akzeptiert, dass es keinen einzigen CSU-Minister neben ihm gibt bzw. gibt sich mit dem Landwirtschaftsministerium zufrieden. Röttgen übernimmt das Außenministerium (das sehe ich in jedem Szenario als gesetzt an), Merz übernimmt das Wirtschafts- oder Finanzministerium (das was der Koalitionspartner nicht beansprucht), Laschet wird 2022 Bundespräsident und Spahn übernimmt ein wichtigeres Ministerium (das Innenministerium oder Verteidigungsministerium dürfte sicher frei sein) und somit sind alle versorgt.
Persönlich gehe ich inzwischen davon aus, dass Merz Parteivorsitzender wird. Dennoch wird auch ein Merz wissen, dass seine eigene Kanzlerkandidatur zur RRG führen konnte. Merz ist im breiten Volk leider nicht so beliebt, dass er eine Wahl gewinnen könnte. Er könnte als CDU-Vorsitzender und wichtiger Minister Söders grüne Phantasien jedoch etwas einhegen und den Kurs maßgeblich mitbestimmen. Söder könnte die Union (leider) Richtung 38-40 Prozent führen (er ist wirklich populär, kenne einige nicht CDU-Wähler die bei Söder sofort Union wählen). Mit diesem Wahlergebnis wird die Union vermutlich zwischen einer schwarz-roten, einer schwarz-grünen und wenn es gut läuft zwischen einer schwarz-gelben Koalition wählen. Das sichert zumindest ab, dass die Grünen bei den Forderungen nicht allzu dreist sein können, da es andere Koalitionsoptionen gibt. Ich hoffe in diesem Szenario auf schwarz-gelb, die Koalition erscheint mir im realistischen. Ich denke die Nach Merkel Union regiert lieber mit der FDP.
Merz ist der einzige Kandidat um den Vorsitz, dem eine glaubhafte Abkehr vom Merkel-Kurs zuzutrauen ist. Der einzige, der konservative Wähler der CDU wieder näher bringen könnte, denn Söder hat sich mit der Ankündigung, auch mit den Grünen zu können, selbst geschadet.
Röttgen kommt zu geschmeidig, zu selbst- und merkellobend, zu sehr außenpolitisch fixiert daher, als daß von ihm eine grundlegende Politikwende zu erwarten wäre. Und Laschet hat sich mit seinem "Weiter so", mit seiner durchsichtigen Entschuldigungsarie endgültig als unglaubwürdig, als ungeeignet gezeigt.
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Montag, 18. Januar 2021, 14:10

Zitat

Blitzumfrage nach Laschet-Sieg...Wähler zufrieden mit Laschet -
doch als Kanzler wollen sie einen anderen


Nach der Wahl von Armin Laschet zum neuen CDU-Vorsitzenden hat forsa in einer aktuellen Blitz-Umfrage über 2.000 Wahlberechtigte nach ihrer Bewertung gefragt. 41 Prozent halten Laschet für eine gute Wahl. 18 Prozent hätten lieber Friedrich Merz, 17 Prozent Norbert Röttgen als neuen Chef der Christdemokraten gesehen.

Surftipp: Alle Neuigkeiten zum CDU-Parteitag finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online

57 Prozent der CDU-Anhänger und 43 Prozent der CSU-Anhänger begrüßen die Entscheidung für Laschet. 46 Prozent der FDP- und 54 Prozent der AfD-Anhänger hingegen hätten lieber Friedrich Merz an der Spitze der CDU gesehen.

Der Wahlverlierer Friedrich Merz hat den neuen CDU-Vorsitzenden dazu aufgefordert, ihm in der jetzigen Bundesregierung zum Amt des Wirtschaftsministers zu verhelfen. Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ mitteilen, in ihrem Kabinett seien keine personellen Veränderungen geplant. Das findet den Zuspruch von 70 Prozent der Bundesbürger – eine solche Amtsübernahme sei „unangemessen“.

Söder nach wie vor Favorit bei Kanzler-Frage
Auch nach der Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden bleibt Markus Söder für 36 Prozent der Wahlberechtigten Favorit als gemeinsamer Kanzlerkandidat der Unionsparteien. 21 Prozent würden lieber Armin Laschet als Kanzlerkandidaten sehen, 10 Prozent Jens Spahn und 3 Prozent Friedrich Merz.

Wenn in Deutschland eine Direktwahl des Kanzlers möglich wäre, würden sich bei einer Kandidatur Markus Söders 34 Prozent für ihn entscheiden, 16 Prozent für Olaf Scholz und 18 Prozent für Robert Habeck. 32 Prozent würden keinen der drei wählen. Wäre Armin Laschet der Unions-Kandidat, würden 25 Prozent ihn wählen und jeweils 18 Prozent Scholz oder Habeck. 39 Prozent würden sich für keinen der drei entscheiden.

weiterlesen QuelleFokus
Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

57

Montag, 18. Januar 2021, 16:59

Jedem eine Chance geben. Soweit so gut.
Mit der Wahl von Laschet als bekennendem "Merkel-Fanboy" schwindet aber die Hoffnung weiter Teile der CDU-Fraktion (und noch größerer Teile der Basis) auf eine Abkehr der linksgrünen Driftbewegung und Rückkehr zu konservativer Mittepolitik.

Allerdings frage ich mich, was die sehr Konservativen in der CDU immer mit dem Herrn Merz haben. Der hat noch kein wichtiges Amt innegehabt, das ihn für einen Minister oder gar zum Kanzler qualifizieren würde. Ein Friedrich Merz leidet vmtl. an einer fundamentalen Selbstüberschätzung. Es ist jetzt nicht wirklich überraschend, dass die Delegierten da lieber Armin Laschet als Parteivorsitzenden gewählt haben.
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