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Sonntag, 26. Januar 2020, 13:31

Zitat

Leute wie Riexinger, die ihrer eigenen Partei täglich Wählerstimmen kosten, sollte man besser nicht zitieren.


Wo ist das Problem ?
Politiker sollen keine vorzeitigen Pensionen beziehen, sie sollen nicht zu Lobbyisten werden und eigentlich sollen sie auch nicht in die Wirtschaft gehen. Aber was denn dann ?

Irgendwie kann man doch die Aufregung um Gabriel überhaupt nicht verstehen, denken wir doch mal an folgenden Sachverhalt zurück.

Die SPD wollte Gabriel nicht mehr haben, er hat seine Sperrzeit beim Wechsel von Politik in die Wirtschaft eingehalten.
Die Deutsche Bank selbst hat einen schweren Niedergang hinter sich und sucht nach neuen Gesichtern. Gabriel könnte da evtl. nützlich sein.

Sehen wir es doch einmal so, politische schlupflöcher sind doch nichts neues. Dadurch bekommen Politiker ja schon während ihrer Amtszeit, bereits diverse Möglichkeiten die Weichen für die Nachkarriere vorzubereiten.
Gabriel war Wirtschaftsminister, und da hat man schon gewisse Möglichkeiten sich Vorteile zu sichern und er wäre da auch nicht der erste der auch seine Pfründe in trockene Tücher legt. Andererseits hat Gabriel seine politische Laufbahn beendet und kann seine Zukunft nun selbst bestimmen wie er sie für richtig hält.
Ebenso gibt's auch politisch kein Problem mehr, da er hierzu mittlerweile keine große Relevanz mehr bietet.
Also, warum das Geschrei über eine Nachricht, die so viel Relevanz hat, wie der berühmte Sack Reis in China? ?(
Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

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Donnerstag, 2. Juli 2020, 22:59

Zitat

„Lobby-Schweinerei“...SPD entsetzt über Gabriels Tönnies-Job
Erneut sorgt ein Engagement des Ex-Vizekanzlers Sigmar Gabriel für Wirbel. Er kassierte 10.000 Euro im Monat für die Beratung von Tönnies.

Es war im Februar 2015, als Sigmar Gabriel Clemens Tönnies die Aufwartung machte. Es gab Schnittchen mit Wurst und der damalige Bundeswirtschaftsminister betonte vor der Presse in Rheda-Wiedenbrück, die Werkverträge für die Malocher in der Fleischindustrie dürften nicht zum „Umgehungstatbestand für deutsches Arbeitsrecht werden“.

Im darauffolgenden Jahr unterzeichneten die Unternehmen Tönnies, Vion, Heidemark, Danish Crown, Lohmann und Westfleisch eine Selbstverpflichtung, in der sie versprachen, den Anteil der Stammbelegschaft schrittweise zu erhöhen. Auf feste Quoten wollten sich die Konzerne allerdings nicht festlegen. Es galt, weiterhin möglichst billig zu produzieren.

Sigmar Gabriel wurde seit März 2020 von #Tönnies als Berater bezahlt. Das belegen Recherchen meiner Kollegen #PanoramaARD. Ausgerechnet Tönnies. Keine Ahnung, wie ich das mit den Werten eines Sozialdemokraten zusammen kriegen soll.

Sigmar Gabriel nimmt für sich in Anspruch, dass damals schon ein Branchen-Mindestlohn durchgesetzt wurde. Zudem sollten die Wohnbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter verbessert werden.
weiterlesen QuelleTagesspiegel
Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

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Donnerstag, 2. Juli 2020, 23:37

Ob Tönnies, Botschafter für die Autolobby, oder als Kapitän auf der Atlantik-Brücke.
Siggi der ehemalige Pop-Beauftragte und jetzige Deutsche Banker er kann... oder besser - er macht einfach mal alles - was einträglich ist ?

Gut nur, dass er weniger prioritäre Aufgaben - Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands | Außenminister Deutschlands - rechtzeitig ablegen konnte.

Ich möchte fast wetten, wenn die Papst-Stelle wieder frei wird... Steht unser Siggi auch Gewehr bei Fuß.
Ach nee, da muß er ja erst noch die Kardinalswürde erlangen. Das wird dann aber sehr schwierig sein für ihn.


Glaubt hier jemand wirklich noch ernsthaft, Politiker hätten noch mit den früheren Werten der jeweiligen Partei etwas zu tun ? Ehrlich gesagt, ich nicht.
Fast überall sind diese Politiker ausschließlich auf ihr eigenes Wohl aus und die politischen Posten dienen ausschließlich noch, um ein gutes Sprungbrett zu erhalten.
Also ich kann da nicht mehr enttäuscht werden, weil ich grundsätzlich die Politiker unter diesen Randbedingungen sehe.

Geht doch einfach mal die Politiker durch, welche nach ihrer politischen Karriere neue Betätigungsfelder gefunden haben. (Google machts möglich).

Herr Gabriel ist kein Politiker mehr und hat in der SPD nichts mehr zu melden. In seiner Zeit als Vorsitzender hat er fast täglich seine Meinung geändert, je nachdem wohin der Wind gerade wehte. Das er sich von Herrn Tönnies anheuern lässt, einem Unternehmer der nichts für seine Arbeiter*innen übrig hat, sondern nur auf Gewinnmaximierung aus ist, macht ihn auch nicht gerade beliebter. Gabriel zeigt damit, dass er die Grundwerte der SPD nie verinnerlicht oder mit der Niederlegung seiner Ämter abgegeben hat.
Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eumel« (2. Juli 2020, 23:57)


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Freitag, 3. Juli 2020, 11:05

Zitat

Lobbyismus: Sigmar Gabriel verteidigt Beraterjob bei Tönnies
Der frühere Bundeswirtschaftsminister hat das Fleischunternehmen ausgiebig gelobt und in diesem Jahr drei Monate lang beraten. Er sieht darin keinen Interessenkonflikt.

Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel hat seine Beratertätigkeit für den Fleischkonzern Tönnies verteidigt. "Ich kann an dem Beratungsverhältnis mit einem großen Arbeitgeber nichts Problematisches erkennen", sagte Gabriel dem Spiegel. "Tönnies macht nichts Verbotenes." Der frühere Bundesminister hatte das Fleischunternehmen ab dem 1. März 2020 beraten, eigener Auskunft nach angesichts drohender Exportprobleme aufgrund der Afrikanischen Schweinepest. Krankheitsbedingt endete das Engagement Ende Mai.

Tatsächlich verstößt der frühere Vizekanzler, der bis 2018 im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) saß, nicht gegen die Karenzzeit von 18 Monaten für den Wechsel von der Politik in die Wirtschaft. "Wozu machen wir eine Cooling-down-Phase, in der man als Ex-Politiker nichts machen darf, wenn man danach noch so behandelt wird, als sei man im Amt?", verteidigte sich der ehemalige Vizekanzler.

Gabriels Engagement bei Tönnies soll jedoch firmenintern umstritten gewesen sein: Robert Tönnies, der als Gesellschafter neben seinem Onkel Clemens Tönnies 50 Prozent an dem Schlachtkonzern hält, hatte im Februar vor einer Verpflichtung des SPD-Politikers als Berater gewarnt. "Die Verpflichtung ehemaliger Spitzenpolitiker für Unternehmen führt immer wieder zu unangenehmen Fragen der Öffentlichkeit und in Folge zu einem Imageschaden für das betroffene Unternehmen und den ehemaligen Politiker", schrieb der 42-Jährige in einem Brief an die Geschäftsführung. Der Neffe und Clemens Tönnies streiten sich seit Jahren um die Führung des Unternehmens.

Gabriels Engagement wird bekannt in einer Zeit, in der Tönnies als Firma umstritten ist. Im Stammwerk im westfälischen Kreis Gütersloh hatten sich im Juni weit mehr als 1.000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb gab es heftige Kritik an den Arbeitsbedingungen im Unternehmen.
In seiner Zeit als Bundeswirtschaftsminister hatte Gabriel die Ausbeutung in der deutschen Fleischindustrie als "Schande für Deutschland" bezeichnet. Auch damals, im Februar 2015, ging es um die prekären Arbeits- und Wohnbedingungen der osteuropäischen Werkvertragsarbeiter in den Schlachtereien und Fleischfabriken. Gabriel besuchte im Februar 2015 die Fabrik in Rheda-Wiedenbrück, in der Folge einigten sich sechs große deutsche Fleischkonzerne auf eine Selbstverpflichtung zur Einhaltung sozialer Standards in der Fleischwirtschaft.

weiterlesen QuelleZeit-Online
Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

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Freitag, 3. Juli 2020, 16:53

Ich will hier nun wirklich nichts relativieren, aber der Mann hat recht.
Wozu gibt es nach dem Ausscheiden aus der politischen Verantwortung denn eine Karenzzeit bevor dieser einen neuen Job annehmen darf, wenn danach trotzdem ein Urteil gefällt wird ?
Merkwürdig finde ich auch, dass hier einem, der wohl nachweislich nur der Kontakte und Beratung wegen eingestellt wurde die Personalpraktiken zur Last gelegt werden.

Mal ganz ehrlich, was glaubt ihr wie oft Sigmar Gabriel in der Schlachte Halle war um sich die dortigen Arbeitsbedingungen einmal direkt vor Ort anzusehen ?

Und auch seine Ausführungen zu denen, die damals mucksmäuschenstill waren und nun groß daherreden kann ich ganz gut nachvollziehen.
Hinterher kann jeder kommen und hinterher hat jeder alles schon seit 20 Jahren gewusst. Aber warum hat denn davor keiner das Maul aufgekriegt, und noch viel wichtiger wäre, etwas dagegen unternommen ?

Besonders bizarr ist hier, dass in der Causa Amthor der Tonfall sowohl in den Medien als auch der Politiker wesentlich nachsichtiger war als bei Gabriel. Amthor ist aber noch aktiver Politiker, hat das viel länger betrieben und wusste genau was er da tut.

Der Vergleich drängt sich geradezu auf, das liegt nicht einmal einen Monat zurück. Insgesamt werde ich den Eindruck nicht los, dass hier nachgetreten wird.
Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

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