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Donnerstag, 30. April 2020, 23:54

Schwarzarbeiter... Corona-Hilfe für die, die aus dem raster fallen ?

Zitat

Schwarzarbeiter: Sie fallen durch alle Hilfsnetze
Keine Kurzarbeit, kein Arbeitslosengeld, keine Versicherung: Schwarzarbeitern wird in der Corona-Krise nicht geholfen. Durch die Wirtschaftskrise könnte ihre Zahl aber steigen.

Es sind zwei Leben, die Oleksandr K. in Wien führt. Eines, das er auf fröhlichen und bunten Fotos herzeigt und in die sozialen Medien hochlädt. Oleksandr im Volksgarten, Oleksandr vor dem Belvedere, Oleksandr auf der Ringstraße. Es ist das Leben, das er vor den Grenzbeamten an der EU-Außengrenze, den österreichischen Behörden und seinen Freunden auf Facebook führt. Oleksandr, der Tourist.


Doch da gibt es noch das zweite, verborgene Leben. Wenn Oleksandr in Zehn-Stunden-Schichten für eine Baufirma schuftet. Fliesen verlegt, Wohnungen ausmalt, Wände verspachtelt und Fugen füllt. Selbst dann, wenn die großen Baustellen ruhen, wie im Winter, kann er noch seine Schichten schieben. Oleksandr, der Schwarzarbeiter.

Oleksandr K. ist Ukrainer, heißt eigentlich anders, ist in seinen Fünfzigern und pendelt seit fast drei Jahren immer wieder nach Österreich, um hier zu arbeiten. Nicht offiziell, sondern schwarz. Überall hat Oleksandr schon am Bau gearbeitet: Deutschland, Russland, in der Tschechoslowakei, als das Land noch so hieß. Richtig hängen geblieben ist er aber erst in Wien. Immerhin lebt hier auch sein Sohn. 1800 Euro kann er im Monat verdienen, in der Westukraine liegt der Durchschnittslohn bei rund 300 Euro. Doch heute, an einem Tag im April, sitzt Oleksandr in seinem westukrainischen Heimatdorf, knapp 900 Kilometer östlich von Wien, und harrt der Dinge. Ohne Bezüge, ohne Beschäftigung oder Kurzarbeit, ohne Anspruch auf Hilfe aus Härtefonds oder einer Versicherung und ohne Perspektive. Seit mehr als einem Monat kommt Oleksandr nicht mehr zur Arbeit, denn die Grenzen sind geschlossen. Wegen Corona.


Genaue Zahlen, wie viele Menschen bis zur Corona-Krise inoffiziell in Österreich gearbeitet haben, gibt es nicht. Doch sie haben viele Gesichter. Vom serbischen Studenten, der nebenbei jobbt, über Radkuriere ohne Aufenthaltstitel bis hin zur Reinigungskraft aus Polen. "Versteckt und doch für alle sichtbar, kümmern sich Menschen, die undokumentiert sind, um unsere Alten und unsere Kinder, putzen unsere Wohnungen, kochen und servieren unsere Gerichte in den Restaurants, pflücken unsere Früchte, bauen unsere Bürotürme und liefern unser Essen", schreibt Picum, eine internationale Nichtregierungsorganisation, die sich für die Rechte undokumentierter Migranten in Europa einsetzt. Genau die seien es aber, die in der Krise "am meisten exponiert und am wenigsten geschützt" seien. Sozial, finanziell und gesundheitlich.


Die einzige Stelle, an die sich Betroffene in Österreich wenden können, ist der Verband Undok, der im ÖGB-Gebäude Catamaran am Wiener Donauufer sitzt. Im Jahr 2014 von den Gewerkschaften und linken Aktivisten gegründet, stand Undok nach einem Förderstopp unter Schwarz-Blau 2018 vor dem Aus. Jetzt fließen die Gelder wieder, doch da derzeit Corona-bedingt alle Mitarbeiter im Homeoffice sind und keine persönlichen Beratungstermine mehr stattfinden, ist es noch schwieriger als sonst, mit Betroffenen ins Gespräch zu kommen. "Die Hürde, sich telefonisch oder per Mail zu melden, ist da noch einmal höher", sagt die Beraterin Susanne Kimm.
Der Pfusch ist wie ein Seismograf des Kapitalismus
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Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

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Donnerstag, 30. April 2020, 23:59

Schwarzarbeit und Kurzarbeitergeld, was solls jetzt noch sein ?
Unterstützung aus der Steuerkasse für Kleinkriminelle ?
Dann aber bitte auch noch schnell einen Hilfsfonds einrichten für die armen Einbrecher, die leiden jetzt bestimmt auch, weil die Leute alle daheim sind.

Dieses Vorwurfsgetue in den vorausgegangenen Artikels kann ich nun überhaupt nicht nachvollziehen.
Staatliche Zuwendungen basieren auf der Teilnahme an einem Solidarsystem sowie auf einem legalen Aufenthalt im jeweiligen Staat. Um Verdienstausfälle zu kompensieren muß man halt aus den hinterzogenen Beiträgen für solche Fälle Rücklagen bilden.

Wenn Schwarzarbeiter keine staatliche Hilfe erhalten ist das nur konsequent. Sie beteiligen sich auch nicht an der Solidargemeinschaft der Versicherten und führen keine Steuern ab.
Also mein Mitgefühl hält sich da in Grenzen. :thumbdown:
Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

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