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Dienstag, 5. Mai 2020, 22:50

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Luftverschmutzung: Der Lockdown rettet Leben durch frische Luft
Die Wirtschaft ist zu großen Teilen runtergefahren. Man kann die bessere Luft nicht nur riechen, sie dürfte auch Tausende Todesopfer verhindern.

Durch den temporären Lockdown werden gerade Tausende Leben gerettet, weil die Luft besser wird, errechnet der Nachhaltigkeitsforscher Kai Niebert.
Jeden Tag wird nun heftiger über das Ende des Lockdowns diskutiert und auf seine Erfolge verwiesen. Dabei wird allerdings oft übersehen, dass die Ausgangssperre nicht nur möglichen Corona-Opfern das Leben gerettet hat. Denn auch wenn das Virus seit Wochen die mediale Berichterstattung über Krisen, Tote und Gesundheit dominiert: Der weltweit größte Auslöser für Krankheiten und vorzeitige Todesfälle in der Welt sind nicht etwa Viren und Bakterien, Unterernährung, Kriege oder Verkehrsunfälle – es ist die Luftverschmutzung. Die aber ist heute viel weniger schlimm als noch vor wenigen Wochen: Also sterben daran auch weniger Menschen.

Dass Luftverschmutzung nicht gesund ist, das ist Alltagswissen. Doch kaum jemand weiß, dass sie im Jahr 2015 für schätzungsweise neun Millionen vorzeitige Todesfälle verantwortlich war – dreimal mehr Todesfälle als durch Aids, Tuberkulose und Malaria zusammen und 15-mal mehr als durch alle Kriege und andere Formen der Gewalt. Das Kochen am offenen Feuer, das Heizen mit Hausmüll und das Verfeuern von Kerosin in Lampen führt jedes Jahr zum vorzeitigen Tod von Menschen, vor allem in den armen Ländern. Doch auch bei uns im reichen Westen gehört die Luftverschmutzung nach wie vor zu einer der Haupttodesursachen. Allein 2015 starben in Europa laut aktuellen Studien mehr als eine Dreiviertelmillion Menschen vorzeitig, weil sie dauerhaft verdreckte Luft atmeten.

Dabei ist klar: Kein Mensch stirbt direkt an Feinstaub. Man stirbt an Erkrankungen, die durch Feinstaub, Stickoxide und Co. verursacht oder verstärkt werden können. Eine Vielzahl an Studien belegt den Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Erkrankungen der Atemwege. Verunreinigte Luft verursacht Schäden an den Blutgefäßen, das wiederum kann zu Blutdruckanstieg, Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz führen. Die Luftverschmutzung verursachte dabei doppelt so viele Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie direkte Atemwegserkrankungen. Besonders pikant: Die Luftverschmutzung verursacht damit pro Jahr sogar mehr zusätzliche Todesfälle als das Rauchen.

Weltweit ist die Luftverschmutzung jährlich für 120 zusätzliche Todesfälle pro 100.000 Einwohner verantwortlich – Deutschland liegt mit 154 zusätzlichen Todesfällen pro 100.000 Menschen deutlich über dem Durchschnitt. Doch warum hat gerade die Bundesrepublik – europäischer Spitzenreiter bei der Bewältigung der Corona-Krise – solch immense Probleme mit der Luftqualität?
Das liegt am Straßenverkehr (Diesel-Pkw), der Stromerzeugung (Kohleverstromung) und Landwirtschaft (Ammoniakdünger).
weiterlesen QuelleZeit-Online
Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

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Mittwoch, 6. Mai 2020, 00:29

Wir verändern die Welt, so wie sie uns gefällt.
Halten wir doch mal fest...Mit einem weltweiten, fortdauernden Lockdown werden vmtl. millionen Menschen auf unserem Planeten verhungern.

Man kann das ganze Geschehen natürlich auch positiv sehen !
"Es gibt da in der Coroner-Zeit eine wunderbare Stille, keine Flugzeuge und kaum Straßenverkehr." Doch wenn das so weiter geht, gibt es dann aber auch lange Zeit zu viel Stille, wenn dann Arbeitsplätze wegfallen und das finanzielle Einkommen nicht mehr ausreicht um die Familie zu ernähren.
Dafür aber ist dann die Atemluft viel sauberer. Ist das nicht toll ? ;(
Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

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