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Montag, 6. April 2020, 11:39

USA: Pistolen gegen Viren

Zitat

Waffenverkäufe in den USA: Pistolen gegen Viren
Schusswaffen und Munition sind gerade gefragt wie selten zuvor in den USA

Die Waffenverkäufe steigen in den USA mitten in der Coronavirus-Krise stark an. Offenbar haben viele Bürger Angst vor Unruhen – und wollen aufrüsten.

Die ältere Frau – ihr Name bleibt ungenannt – hätte nie gedacht, dass sie sich eines Tages eine Waffe kaufen würde. Wegen der Corona-Krise hat sie ihre Meinung jedoch geändert: "Ich bin alt und lebe allein", sagt die Dame aus Oregon dem US-Magazin New Yorker.Man wisse ja nicht, ob es zu Unruhen kommen werde. "Die Welt ist nicht mehr, was sie einmal war." In einem Waffenshop in Hood River, knapp 100 Kilometer von Portland entfernt, hat sie sich für eine halbautomatische Pistole entschieden. 30 Kugeln passen ins Magazin. Damit wolle sich die Frau vor Einbrechern schützen, steht im New Yorker."Wenn in zwei Monaten in den Städten der Hunger um sich greift, werden sie kommen", sagt sie. Und kauft sich insgesamt 16 Schachteln Munition. Eine kurze Sicherheitsüberprüfung reicht, dann darf sie ihre Ware mitnehmen.

Es ist in vielen Bundesstaaten der USA nicht besonders schwer, eine Pistole zu erwerben. Der zweite Verfassungszusatz schützt das Recht auf privaten Waffenbesitz schon seitGründerzeiten. Privatpersonen horten zum Teil regelrechte Arsenale. DieNational Rifle Association (NRA) gilt mit ihren mehr als fünf MillionenMitgliedern als eine der einflussreichsten Lobby-Organisationen im Land und kämpft seit Jahrzehnten gegen strengere Gesetze. Laut einer Studie desGraduate Institute of International and Development Studies gibt es in den USA weit mehr Schusswaffen als Menschen. Auf 100 Einwohnerinnen und Einwohner kommen 120 Gewehre und Pistolen in Privatbesitz. Zum Vergleich: In Deutschland sind es weniger als 20.

Doch seit die Corona-Pandemie die Vereinigten Staaten erreicht hat, sind die Zahlen der Waffenverkäufe noch einmal in die Höhe geschossen. Geschätzte 2,5 Millionen Waffen wurden dem FBI zufolge im März verkauft,knapp 85 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Polizeibehörde des Bundes erfasst zwar nicht die tatsächliche Menge der verkauften Waffen, wohl aber die Anzahl der Sicherheitsabfragen für Waffenkäufer. Branchenexperten sprechenvon einem historischen Verkaufshoch. Händler berichten, dass überdurchschnittlich viele Käufer zum ersten Mal eine Pistole erwerben. In der Krise scheinen sich also auch Menschen zu bewaffnen, die sonst wohl eher auf den Revolver im Schlafzimmer verzichten würden.
"Die Menschen sind nervös"
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Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

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Montag, 6. April 2020, 11:41

Zitat

Doch seit die Corona-Pandemie die Vereinigten Staaten erreicht hat, sind die Zahlen der Waffenverkäufe noch einmal massiv in die Höhe geschossen. Geschätzte 2,5 Millionen Waffen wurden dem FBI zufolge im März verkauft, knapp 85 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.


Naja, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste !
Eine gewisse Vorkehrung in punkto eigene Sicherheit ist sicherlich nicht ganz unberechtigt. Da sieht man mal wieder wohin dieser Raubtierkapitalismus führt wenn man dagegen keine soziale Absicherung stellt. Das soziale Gefälle ist in den USA ist ziemlich kurz geraten, zB. durch eine hohe Arbeitslosenquote und eine fehlende Krankenversicherung.

Oft ist es nur die Verzweiflung was die Menschen in solchen Situationen gefährlich macht.
Wenn man dann noch bedenkt, dass jeder potentielle Bürger Zugang zu Schusswaffen hat, würde ich mich in der gleichen Situation wahrscheinlich genauso bewaffnen wollen.
Signatur von »Eumel« Wie wenig wir wissen, erkennen wir dann, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen

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